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Situation der gesetzlichen Krankenversicherung
BevölkerungsentwicklungIn den letzten Jahren der sogenannte Bevölkerungsbaum verschoben. Immer mehr Jüngere müssen die Lasten für die größer werdende Anzahl Älterer tragen, deren eigener Finanzierungsbeitrag nicht ihrem gestiegenen Risiko entspricht. In einem System, in dem die Jüngeren immer größere Teile des Risikos der Älteren finanzieren müssen, muss das zwangsläufig zu Problemen führen. Die sich daraus ergebenden Finanzierungsprobleme werden noch verstärkt, weil in der nachwachsenden Generation die Arbeitslosenquote in den letzten Jahren stärker gestiegen ist. Darüber hinaus fehlt eine deutliche Steige-rung der Durchschnittseinkommen. Beide Faktoren verschärfen die Finanzierungssituation der GKV.
Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die Einnahmensituation in der GKV geprägt ist durch immer weniger aktive Beitragszahler und unzureichen-de Beiträge des immer größer werdenden Kreises von älteren Leistungs-empfängern.
Die demographische Entwicklung verläuft in Deutschland dramatischer als in anderen Staaten:
Der Bevölkerungsanteil der über 60-jährigen wird sich von heute rd. 23% auf etwa 35% im Jahre 2040 erhöhen; der Anteil der Hochbetagten (Menschen über 90 Jahre) hat sich in den letzten 40 Jahren verzehnfacht und wird in Zukunft noch stärker steigen. Die Geburtenrate in Deutsch-land zählt hingegen zu den niedrigsten der Welt. In keinem Land der OECD (mit Ausnahme von Japan) ist das Verhältnis zwischen alt und jung so ungünstig.
Medizinischer FortschrittFür jeden Bürger ist medizinischer Fortschritt etwas Positives, weil sich damit die Hoffnung verbindet, dass sich durch die Weiterentwicklung im Medizinbereich viele Krankheiten und Beschwernisse auch in Zukunft hei-len oder zumindest lindern lassen. Medizinischer Fortschritt kostet aber Geld. Gleichzeitig schafft er auch neue Arbeitsplätze, so dass er nicht aus-schließlich unter dem Gesichtspunkt der Kostensteigerung zu sehen ist, sondern auch unter dem Aspekt einer positiven Beeinflussung unserer gesamtwirtschaftlichen Lage und einer Verbesserung der Lebensqualität.
Kostenentwicklung/BeitragssatzsteigerungZunächst trägt der medizinische Fortschritt zu Kostensteigerungen bei. Neuentwickelte Medikamente, neue Behandlungsmethoden (z.B. der Einsatz von Kernspintomagraphen) und weiterentwickelte Hilfsmittel ver-ursachen zusätzliche Kosten, ohne dass sich dies gleich positiv in der Gesamtwirtschaft niederschlägt.
Können die Mehrkosten nicht aus dem System heraus finanziert werden, müssen höhere Beiträge erhoben werden. Als Quelle für obige Informationen und Grafiken diente der pkv-ratgeber "Die Expertenbroschüre zur gesetzlichen Krankenversicherung", welcher uns von Continentale Krankenversicherung a.G., Dortmund zur Verfügung gestellt wurde. Weitere Informationen können unter www.pkv-ratgeber.de angefordert werden. |
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