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Krankenkassenwahl
WahlmöglichkeitenEin wichtiger Reformschritt, der zu mehr Wettbewerb unter den GKV-Kassen geführt hat, war zweifellos die Einführung des Krankenkassenwahlrechts, das zum 01.01.2002 neu geregelt wurde.
Ziel der eingeräumten Wahlmöglichkeit war es, die Kassen zu einer wirtschaftlichen Verwaltung und effizientem Vertragsmanagement mit den Leistungserbringern zu motivieren, um nicht durch Beitragssatzsteigerungen Mitglieder zu verlieren. Es zeigte sich jedoch bald, dass sich diese Wahlmöglichkeit vor allem gute Risiken zu Nutze machten.
Die ungünstigen Risiken, meistens Ältere, blieben bei ihrer Kasse obgleich sie ebenfalls die Möglichkeit gehabt hätten, zu einer beitragsmäßig günstigeren Kasse zu wechseln. Dies bedeutet, dass das Wahlrecht eine Risikoentmischung der einzelnen Kassen verstärkte. Bestimmte Träger der GKV, wie die Allgemeinen Ortskrankenkassen, die einen hohen Anteil morbider Versicherter haben, verloren nicht etwa diese zu beitragsgünstigeren Kassen, sondern gerade ihre jüngeren, guten Risiken.
RisikostrukturausgleichDer heute bestehende Risikostrukturausgleich egalisiert nur alters- und geschlechtsspezifische Risikounterschiede. Darüber hinaus wäre jedoch ein morbiditätsorientierter Risikoausgleich erforderlich. Ob es dazu kommt, ist eine offene Frage.
Neue Ansätze zur KostendämpfungDie politischen Parteien haben die Herausforderungen des immer maroder werdenden Gesundheitssystems erkannt. In allen Parteiprogrammen werden Themen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Zielsetzungen diskutiert:
• Einbeziehung zusätzlicher Einkommensarten • Überprüfung der beitragsfreien Familienversicherung • Neuregelung der Versicherungspflichtgrenze • Fallpauschalen im stationären wie auch im ambulanten Bereich • Integrierte Versorgungsformen • Hausarztmodelle • Aut-Idem-Regelung • Aufteilung in Grund- und Wahlleistungen • Einführung einer Positiv-/Negativliste • Ausgliederung (Privatisierung) der Krankentagegeld- und Zahnersatzleistungen • Bürgerversicherung • Pauschalprämien (Kopfpauschale) • Risikostrukturausgleich (GKV/PKV)
Dass Reformen erforderlich sind, ist für alle Parteien und die Bevölkerung insgesamt eindeutig und unbestritten. Eindeutig ist aber auch, dass alle Maßnahmen, die an irgendeiner Stelle zu Einschnitten oder auch Verpflichtungen führen, Widerstände herausfordern.
Es erscheint sinnvoll, sich damit auseinanderzusetzen, wie die Zukunft von GKV/PKV unter den sich abzeichnenden Reformbestrebungen aussehen könnte.
Hier finden Sie weitere Infos: www.krankenkassensuche.de
Als Quelle für obige Informationen und Grafiken diente der pkv-ratgeber "Die Expertenbroschüre zur gesetzlichen Krankenversicherung", welcher uns von Continentale Krankenversicherung a.G., Dortmund zur Verfügung gestellt wurde. Weitere Informationen können unter www.pkv-ratgeber.de angefordert werden. |
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